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„Beim Tauchen hängt der Lebensfaden an der Ausrüstung“ – Yorck Podszus zur Ausrüstungspflege


Immer mehr Hersteller und Verbände geben die Reinigungs- und Desinfektionsmittel von EW80 für die bedenkenlose Pflege der Ausrüstung frei. „Das Bewusstsein ist hygienischer geworden“, findet Yorck Podszus, der für Liquid Sports XCEL-Produkte vertreibt. Niemand wolle heute in einen hygienisch nicht einwandfreien Tauchanzug steigen.


Sonja Kaute: Hallo Yorck! Du arbeitest bei Liquid Sports und vertreibst dort unter anderem XCEL-Produkte. Du bist außerdem Tauchlehrer und hast eine Tauchbasis in Kiel geleitet. Welche Bedeutung hat die Desinfektion der Ausrüstung Deiner Erfahrung nach im Wassersport?

Yorck Podszus: Taucher betrachten das Thema kritischer als Surfer, da die meisten Taucher älter sind als Surfer. Taucher achten vor allem auch wegen ihrer Lungenautomaten stärker auf die Materialpflege. Ich habe in meiner Zeit im Ausland schon Lungenautomaten auseinander genommen, bei denen man sich wundert, wie da überhaupt jemand von atmen kann, so ein Pilz war da drin. Beim Tauchen hängt der Lebensfaden mehr an der Ausrüstung als beim Surfen, daher achten die Leute im Tauchbereich deutlich besser auf die Pflege ihres Materials. Heute möchten immer weniger Menschen in eine „Pelle“ steigen, die hygienisch nicht einwandfrei ist. Und gerade Teile wie Füßlinge kann man ja gar nicht oft genug desinfizieren. Es ist ja manchmal fast unerträglich, beim Verleiher am Regal mit den Füßlingen vorbeizugehen.


Unsere Lesetipps: Pflegeanleitungen für den Atemregler, die Füßlinge und den Tauchanzug


Hat sich denn das Bewusstsein bezüglich der Ausrüstungshygiene in den letzten Jahren gewandelt?

Ja. Früher haben wir an unserer Tauchbasis in Kiel einmal im Jahr vor Saisonbeginn die Tauchanzüge desinfiziert. Heute machen die das alle sechs Wochen. Die meisten Tauchbasen und -schulen desinfizieren ihre Leihausrüstung inzwischen, würde ich sagen. Sicher gibt es auch heute noch einzelne, die das nicht tun, aber früher hat kaum einer desinfiziert. Da hat man möglichst lange mit Frischwasser gespült, das war’s. Das Bewusstsein ist heute hygienischer geworden.

Wie macht sich das bemerkbar, bekommt ihr entsprechende Kundenanfragen?

Da wir XCEL an den Großhandel vertreiben, haben wir wenig direkten Kontakt zum Endkunden. Und den Händlern muss man solche Basics wie die Desinfektion nicht mehr erklären, die wissen das. Wir bekommen höchstens einen Schreck, wenn wir einen reklamierten Anzug zugeschickt bekommen, der nass und sandig in der Box liegt. Aber wir merken zum Beispiel, dass mehr Kunden unsere dünnen Lycra-Anzüge kaufen – und zwar gezielt als Hygiene-Barriere zwischen ihnen und dem Leihanzug. Immer mehr Kunden fühlen sich so sicherer und es gibt auch Tauchschulen, die ihren Kunden dazu raten, solche Anzüge zu kaufen. Wir werden künftig bei den Materialien immer mehr auf Stoffe setzen, die leicht hygienisch zu halten sind.

Vielen Dank für Deine Einschätzung!

Mehr Infos zu den Herstellerfreigaben

Die Freigabe für EW80 des als Mittel zur Desinfektion von XCEL-Anzügen hat Liquid Sports erteilt, nachdem EW80 einen XCEL-Tauchanzug vier Wochen lang in einer 50%igen Lösung EW80 des eingelegt hat. Die anschließende Sichtprüfung vor allem an den Naht- und Klebestellen ergab: EW80 hat dem Material selbst in so hoher Dosierung und mit so langer Einwirkzeit nicht geschadet.

Über Liquid Sports und XCEL: Liquid Sports vertreibt Produkte für Surfer und Taucher, darunter die Tauchanzüge von XCEL Dive. Yorck Podszus ist Sales Manager in Deutschland für XCEL Dive.

Folgende Hersteller und Verbände haben EW80 für ihre Produkte bisher freigegeben bzw. empfehlen sie ihren Tauchlehrern und -schülern:

Pflegetipps: Wir berichten bei dekopause regelmäßig zu Themen und Tipps rund um die Ausrüstungspflege