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6 Tipps gegen eine undichte oder beschlagene Tauchermaske


Foto: abezikus / iStockphoto.com Foto: abezikus / iStockphoto.com

Wenig nervt beim Tauchen so sehr wie eine undichte oder beschlagene Maske. Wer nicht richtig sieht oder ständig den Sitz der Maske korrigieren muss, kann den Tauchgang einfach nicht richtig genießen. Hier unsere 6 Tipps gegen eine undichte oder beschlagene Maske beim Tauchen.

Eine undichte Tauchermaske kann viele Ursachen haben. Natürlich kann es auch daran liegen, dass die Maske einfach ein Fehlgriff war und nicht richtig zum Gesicht passt. Deshalb gilt es natürlich, schon beim Kauf darauf zu achten, dass das Modell wirklich passt und sich im Zweifel vom Fachpersonal beraten zu lassen. Es kann aber auch sein, dass eine Maske aus anderen Gründen nicht richtig sitzt. Oder dass sie beschlägt, was ebenfalls nervt. Hier einige Tipps, die Nerven sparen und Tauchgänge schöner machen.

1. Wähle die richtige Maske für Dein Gesicht

Nicht jedes Gesicht ist gleich und Tauchermasken sind nicht gleich geschnitten und geformt. Es irrt daher, wer glaubt, jede Maske passe in jedes Gesicht. Ein kleines Maskenvolumen ist immer wünschenswert, weil es das Ausblasen erleichtert, aber das ist heute eigentlich Standard. Daneben gibt es aber noch ein paar andere Aspekte zu beachten.

Masken sollte man immer anprobieren, am besten mehrere Modelle miteinander vergleichen. Daher empfiehlt sich unbedingt ein Gang in das Tauchgeschäft seiner Wahl. Nur so kann man sichergehen, dass die Maske zum Gesicht passt.

Bei der Anprobe setzt man die Maske locker auf das Gesicht, ohne das Maskenband um den Kopf zu legen. Dann atmet man durch die Nase leicht ein und lässt die Maske los. Gut ist, wenn die Maske auch ohne Festhalten und allzu heftiges Einatmen auf dem Gesicht bleibt. Eine Maske, die ohne Festhalten herunterrutscht, ist undicht und passt nicht. Erst nach diesem Test sollte es darum gehen, welche Maske sich am besten anfühlt oder zum persönlichen Geschmack oder finanziellen Rahmen passt. Eine gute Standardmaske kostet um die 60 Euro.

Pro-Tipp: Ganz sicher geht, wer bei der Anprobe zusätzlich ein Mundstück (Atemregler, Schnorchel) benutzt, weil dies die Gesichtsform oberhalb der Oberlippe noch einmal verändert und so für Undichtigkeit sorgen kann. Danke für diesen ergänzenden Tipp an „Mic Sym“ via Facebook. :)

2. Sei sicher, dass nichts zwischen Haut und Maske sitzt

Die Silikondichtung der Maske kann natürlich nur dann wirklich dicht sein, wenn nichts zwischen Maske und Haut sitzt. (Und wenn die Dichtung nicht beschädigt ist, ist klar.) Das heißt, beim Aufsetzen der Maske kurz vorm Tauchgang sollte man penibel darauf achten, dass die Dichtung nirgends über der Kopfhaube sitzt und dass sich keine Haare unter der Dichtung hindurch mogeln. Besonders Taucherinnen mit langen Haaren sollten hier aufpassen, denn schon kleine Strähnen reichen, um die Maske undicht zu machen. Am besten setzt man die Maske daher auf, bevor man Handschuhe anzieht. Natürlich sollte die Dichtung auch überall glatt auf der Haut liegen und nicht selbst genickt sein. Im Zweifel hilft es, den Buddy zu fragen, ob alles dicht ist.

3. Probiere aus, wie fest das Maskenband sitzen sollte

Kauft man eine neue Maske oder wechselt man zwischen Tauchen mit und ohne Kopfhaube, muss man prüfen, ob das Maskenband richtig eingestellt ist. Das heißt nicht unbedingt, das Maskenband enger zu machen, wenn die Maske undicht ist. Auch ein zu enges Maskenband kann die Maske wegen zu sehr zusammengedrückter Dichtung undicht machen und erschwert obendrein das Ausblasen. Und chronischer Unterdruck in der Maske kann in einem unschönen Barotrauma der Augen enden.

Nicht vergessen sollte man dabei auch, dass der Wasserdruck die Maske zusätzlich auf das Gesicht presst. Eine richtig eng sitzende Maske an der Oberfläche wird daher unter Wasser viel zu eng sein. Gerade Anfänger neigen dazu, ihre Maske zu eng zu ziehen.

4. Tipps für Bartträger – es gibt ein bisschen Hoffnung

Foto: _AMzPhoto / iStockphoto.com Foto: _AMzPhoto / iStockphoto.com

Viele Taucher mit Bärten, die über die Oberlippe gehen, haben Probleme mit undichten Masken. Dazu sei gesagt: Den einen Supertipp für dieses Problem gibt es nicht. Manche Taucher mit Bart suchen ewig nach einer passenden Maske und müssen hier sehr wählerisch sein. Andere schwören auf Vaseline, die Undichtigkeit durch Barthaare ausgleichen kann. Und wenn gar nichts anderes hilft, dann muss es eine Rasur sein. Manchmal reicht auch ein Stutzen des Bartes oder Abrasieren von einigen Millimetern am oberen Ende des Oberlippenbartes. Welche Lösung für welchen Bartträger passt, kommt nicht zuletzt auf den Bart an und darauf, wie wichtig dieser für den Taucher ist. Vielleicht ist für den ein oder anderen eine Vollgesichtsmaske die richtige Lösung. ;)

5. Bleib gelassen, wenn die Maske mal nicht passt

Manchmal ist es wie verhext, die Maske ist einfach nicht dicht und man weiß nicht, warum. Es blubbert den ganzen Tauchgang lang, man verbringt viel Zeit mit Ausblasen und sieht stellenweise weniger als schön wäre. Aber es hilft einfach nichts, man muss da durch. Vermutlich ist es beim nächsten Tauchgang wieder vorbei. Vielleicht schafft man es, das Problem positiv zu sehen: So kann man wenigstens das Ausblasen üben. Wenn die Maske allgemein gut sitzt, ist es nur ein vorübergehendes Problem.

6. Tipps gegen schlechte Sicht in der Maske

Irgendwann beschlägt jede Tauchmaske mal, auch das kann man manchmal nicht verhindern. Hat sie zum Beispiel in der Sonne gelegen und kommt dann in kaltes Wasser, geht das ganz schnell. Trotzdem gibt es einige Maßnahmen, die vorbeugen können. Das gilt insbesondere für nagelneue Masken. Denn bei diesen liegt ein Film, der bei der Produktion entstanden ist und vor dem Tauchen entfernt werden sollte. Wer das nicht tut, wird mit Sicherheit weniger sehen.

Foto: Sonja Kaute Foto: Sonja Kaute

Es kursieren verschiedene Versionen, wie man diesen Film am besten loswird. Die wohl sicherste Variante: ganz normale Zahnpasta. Diese schmiert man mit den Fingern oder einer Zahnbürste bis zum Rand auf die Innenseite der Maskengläser und massiert sie dann leicht ein. Anschließend wischt man sie mit fließendem Wasser ab. Wenn man diese Prozedur zwei bis drei Mal wiederholt, ist die Maske einsatzbereit.

Dennoch muss man auch vor jedem Tauchgang vorbeugen. Jeder Taucher verinnerlicht das früher oder später. Am einfachsten ist es, kurz vor dem Sprung ins Wasser in die Maske zu spucken, die Spucke auf beiden Gläsern gründlich zu verreiben und einen Moment später mit Wasser auszuspülen. Das ist schon alles. Auf vielen Tauchbooten stehen dafür sogar extra Eimer mit Wasser bereit.

Wer nicht in seine Maske spucken möchte, kann Mittel benutzten, die das Beschlagen der Maske verhindern. Man wendet sie genauso an wie Spucke. Dafür gibt es zum Beispiel den Klarpilot von EW80.

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